Zukunftsgespräch im Bezirk Liezen:

ÖAAB im Einsatz für arbeitende Menschen

Im Rahmen eines Zukunftsgesprächs mit der Landesleitung des ÖAAB Steiermark diskutierte die Bezirksgruppe Liezen aktuelle Herausforderungen und konkrete Maßnahmen für arbeitende Menschen in der Region. Im Zentrum des Austauschs standen dabei zentrale Themen wie die Teilpension, attraktivere Bedingungen für (Vollzeit)Erwerbstätigkeit, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie andere  Erfolge des ÖAAB auf Bundesebene.

„Unser Anspruch ist es, die Region nicht nur für Gäste, sondern auch für die Bevölkerung und alle Berufstätigen attraktiv zu halten. Dafür braucht es Arbeitsplatzsicherheit und faire Bedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer! Dafür kämpfen wir, vom familiengerechten Job bis zur Pendlerunterstützung “, betonte ÖAAB-Bezirksobmann LAbg. Bgm. Armin Forstner beim Treffen.

Teilpension als Chance für flexible Lebensarbeitszeit

Ein zentrales Thema des Gesprächs war die Teilpension – ein Modell, das es älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglicht, schrittweise aus dem Berufsleben auszusteigen. „Die Teilpension schafft eine Win-Win-Situation: Für die Menschen UND für das Pensionssystem. Wir stehen für Verlässlichkeit und halten, was wir versprechen. Statt das gesetzliche Antrittsalter zu erhöhen, setzen wir lieber auf Maßnahmen wie die neue Teilpension, um das FAKTISCHE Pensionsantrittsalter sozialverträglich anzuheben und so dem gesetzlichen anzugleichen“, so ÖAAB-Landesobmann Günther Ruprecht.
Wer einen Pensionsanspruch etwa auf Regelpension oder Korridorpension hat, kann künftig die Arbeitszeit um 25, 50 oder 75 % reduzieren und erhält anteilig Pension. Der Rest verbleibt im Pensionskonto. Beiträge fließen weiter ins System, die spätere Vollpension steigt.
„Die Teilpension ist damit nicht nur ein sozialpolitisches Reforminstrument, sondern ein zukunftsweisendes Signal: Wer länger arbeiten will, soll dabei unterstützt werden“, ergänzt Ruprecht.

Attraktive Arbeit & Vereinbarkeit im Fokus

Attraktive Arbeitsplätze und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind für den ÖAAB kein Schlagwort, sondern ein konkreter Auftrag. Die Bezirksgruppe setzt sich etwa für flexiblere Arbeitszeitmodelle, mehr Kinderbetreuungsangebote und wohnortnahe Beschäftigungsmöglichkeiten ein.
„Nur wenn Arbeit mit dem Familienleben vereinbar ist, bleibt unsere Region auch für junge Familien attraktiv“, betonte ÖAAB-Bezirksobmann Armin Forstner, der festhielt: „Das gemeinsame Credo ,Leistung muss sich lohnen‘ gilt mehr denn je. Deshalb fordern wir gezielte Steueranreize für Berufstätige, die täglich vollen Einsatz bringen.“

Erfolg für Pendler und Handwerker: Sachbezugsbefreiung für Montagefahrzeuge gesichert

Ein konkreter politischer Erfolg konnte ebenfalls präsentiert werden: Der ÖAAB hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass Montagefahrzeuge für den Weg vom Wohn- zum Arbeitsort weiterhin sachbezugsbefreit bleiben. Damit bleibt für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – insbesondere im handwerklich-technischen Bereich – ein drohender finanzieller Nachteil aus. „Eine Maßnahme, die bei weitem nicht für alle politischen Kräfte selbstverständlich ist, aus Sicht des ÖAAB aber eine essentielle Entlastung und Erleichterung für Handwerker im Arbeitsalltag“, so ÖAAB-Landesgeschäftsführer Lukas Tödling.
Und auch in Zeiten der Budgetsanierung konnte ein Erfolg für ALLE Pendler erzielt werden: Der Pendlereuro wurde verdreifacht(!)

Gemeinsam für die arbeitenden Menschen in der Region

Die Bezirksgruppe Liezen versteht sich als starke Stimme der arbeitenden Bevölkerung in der Region. Mit dem Zukunftsgespräch wurde ein wichtiger Impuls gesetzt, wie diese Stimme künftig noch wirksamer gehört werden kann – in der Landes- wie in der Bundespolitik.

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In der Region nah dran an den Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:
ÖAAB-Landesgeschäftsführer Lukas Tödling, ÖAAB-Bezirksobmann LAbg. Bgm. Armin Forstner, ÖAAB-Landesobmann Vizepräsident des Bundesrates Günther Ruprecht
©ÖAAB