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LAbg. Armin Forstner: „Gewessler verschließt die Augen vor wissenschaftlichen Erkenntnissen“

Mit ihren ideologisch motivierten medialen Aussagen in den steirischen Medien erteilte Verkehrsministerin Leonore Gewessler dem dreispurigen Ausbau der A9 im Süden von Graz erneut eine Absage.

© Christian Fuernholzer

Das trifft bei VP-Verkehrssprecher LAbg. Bgm. Armin Forstner auf großes Unverständnis: „Auch der Umweltministerin muss klar sein, dass die täglichen kilometerlangen Staus kein Beitrag zum Klimaschutz sind. Sie verschließt bewusst die Augen vor der massiven Belastung, der die Gemeinden im Umland durch den Ausweichverkehr auf Bundes- und Gemeindestraßen ausgesetzt sind und verwehrt sich damit wissenschaftlichen Erkenntnissen.“

Für Kopfschütteln sorgt Gewesslers Aussage vor allem eben dort: In den steirischen Umlandgemeinden. Bereits im Sommer vergangenen Jahres bestätigte eine vom Land Steiermark in Auftrag gegebene Verkehrsuntersuchung von TU Graz und Trafility GmbH die massive Überlastung der wichtigen Verkehrsroute im Grazer Süden. Schon damals forderte die Steirische Volkspartei Bundesministerin Gewessler dazu auf, ihre Haltung zu überdenken. „Anstatt die mittlerweile durch Fakten belegte Entlastung durch den A9- Ausbau anzugehen, versteckt sich die Ministerin hinter der Parteiideologie“, so NRAbg. Joachim Schnabel, der als Bürgermeister der Gemeinde Lang die Auswirkungen des Ausweichverkehrs hautnah miterlebt. Sein Amtskollege NRAbg. Ernst Gödl, Vizebürgermeister der Gemeinde Dobl-Zwaring, stimmt dem zu: „Anders, als Bundesministerin Gewessler behauptet, würde der Verkehr laut der vorliegenden Studie zwar zunehmen, allerdings nur, weil der Ausweichverkehr aus unseren Gemeinden und Ortszentren sich endlich dorthin verlagern würde, wo er hingehört: Auf die Autobahn!“

Die wissenschaftlichen Berechnungen zeigen eindeutig, dass die dritte Spur dem täglichen Stau jedenfalls ein Ende bereiten würde. „Das, was wir jeden Tag in den Verkehrsnachrichten hören, wurde mit dieser Studie wissenschaftlich belegt“, so Forstner und sagt weiter: „Es steht für mich außer Frage, dass der dreispurige Ausbau der A9 alternativlos und notwendig ist. Auch die von uns unterstützten umfassenden Maßnahmen zur Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs können die Situation nur vorübergehend stabilisieren. Die Nutzung und Attraktivität der Öffis würde durch den Ausbau kaum beeinflusst – damit steht dieser auch nicht im Konflikt mit dem Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel!“ Gewessler müsse endlich aufwachen und den Tatsachen entsprechende Handlungen setzen.